3 Trends, die die Vorstellungen vom Schwimmbad verändern

Verglaste Böden, automatische Schiebewände und unsichtbare Sicherheitsbarrieren sind keine futuristischen Visionen, sondern konkrete Technologien, die das Gesicht des Luxus-Badewesens prägen und in Wellness-Hotels auf der ganzen Welt genutzt werden. Der globale Markt für Wellness-Tourismus erreichte im Jahr 2024 einen Wert von knapp einer Billion US-Dollar und wächst mit einer Rate von acht bis zehn Prozent pro Jahr. Gäste geben für Wellness-Aufenthalte bis zu 175 % mehr aus als normale Touristen. Laut Umfragen wählen zudem 80 % der Hotelgäste ihre Unterkunft aufgrund der Qualität der Wellness-Einrichtungen. In diesem Umfeld werden Hersteller von Pooltechnologien – wie das tschechische Unternehmen Imaginox – zu Schlüsselpartnern von Hotelprojekten.
Verglaste Pools schaffen Erlebnisse, die Gäste teilen möchten
Transparente Pools mit gläsernen Wänden oder Böden gehören zu den sichtbarsten Symbolen von Luxushotels der letzten Jahre. Jeder sechste Reisende wählt ein Hotel danach aus, was er in den sozialen Medien gesehen hat, und ein verglaster Pool ist genau die Art von architektonischem Element, das Tausende von Shares generiert.
Praktische Beispiele zeigen, wie vielfältig dieser Trend ausfällt. So verfügt das Alpin Panorama Hotel Hubertus in den Südtiroler Dolomiten über ein 25 Meter langes Becken, das 17 Meter aus der Hotelfassade herausragt und 12 Meter über dem Boden schwebt. Die Architekten des Studios NOA beschreiben das Erlebnis als „Gefühl der schwerelosen Schwebung zwischen Himmel und Erde”. In Hongkong bietet das Hotel Indigo einen verglasten Infinity-Pool im 29. Stock, von dem aus die Schwimmer direkt auf die Straße unter sich blicken. Der Sky Pool in London in den Embassy Gardens ist ein 25 Meter langer, vollständig transparenter Pool, der in 35 Metern Höhe zwischen zwei Wohnhochhäusern aufgehängt ist. Sein Boden aus 300 mm dicken Acrylpaneelen gilt als das größte selbsttragende Acrylstück der Welt.
Nach asiatischem Maßstab sticht das Hotel Haitang Bay im chinesischen Sanya hervor. Es betreibt den größten Kragarm-Acrylpool der Welt mit einer Länge von fast 55 Metern, einer Breite von 22 Metern und transparenten Wänden von allen vier Seiten. In Europa bietet das Clarion Hotel Helsinki einen Sky Pool im 17. Stock, der aus 1,7 Tonnen Edelstahl und mehr als einer Tonne Acryl gebaut wurde. Gäste bewerten ihn in Rezensionen wiederholt als „den besten Pool, in dem sie je waren”.
Technisch basieren diese Pools auf zwei Materialien: Acryl (PMMA) ist bis zu 17-mal fester als normales Glas und lässt 90–92 % des Lichts durch. Gehärtetes Verbundglas ist kratzfester und wird für kleinere Flächen verwendet. Das Unternehmen Imaginox kombiniert beide Technologien mit Edelstahl und bietet Pools, bei denen die Glaswand gleichzeitig als Überlaufkante dient – das Wasser fließt effektvoll über das Glas in eine verborgene Rinne. Imaginox kann sich beispielsweise mit der Realisierung eines verglasten Infinity-Pools auf einer Dachterrasse in Tel Aviv, eines Pools mit verglastem Boden in Dänemark und vieler anderer rühmen.

Schiebetüren verbinden die innere und äußere Welt
Ein weiterer starker Trend ist die Verwischung der Grenzen zwischen Innenraum und Außenbereich. Wellness-Design-Experten bezeichnen dies als Schlüsselelement der Biophilie in der Wellness-Architektur. Gäste suchen den Kontakt zur Natur, frische Luft und natürliches Licht, möchten aber gleichzeitig nicht vom Wetter abhängig sein. Die Lösung sind automatische Schiebeglastüren, die auf Knopfdruck einen geschlossenen Poolbereich in eine offene Terrasse umwandeln und umgekehrt.
Dabei bieten Schiebetüren Lösungen, die wir aus der Standardtürsystemfertigung kennen. Es gibt eine zweiflügelige Lösung, bei der sich zwei Schiebetüren gegeneinander schließen und einen symmetrischen Durchgang schaffen. Eine einflügelige Lösung mit Öffnung nach links oder rechts ist vorteilhaft für kleinere Projekte. Darüber hinaus können mehrschienige Anordnungen (zwei bis drei Schienen mit mehreren Feldern) gewählt werden, die es ermöglichen, die Flügel ineinander zu fahren und somit die freie Durchgangsbreite zu vergrößern. Diese Lösung ist praktisch für große Projekte, bei denen der Durchgang nach außen eine große Poolfläche in Anspruch nimmt.
Imaginox kann in diesem Segment drei bemerkenswerte Hotelreferenzen aus dem vergangenen Jahr vorweisen. So realisierte das Unternehmen für das Fairmont Golden Prague ein Edelstahlbecken mit den Abmessungen von etwa 15 × 15 Metern mit Überlauf an drei Seiten. Es bietet die einzigartige Möglichkeit, direkt vom Innenpool auf die Terrasse zu schwimmen, ohne das Wasser verlassen zu müssen. Die Installation umfasst auch einen Außenwhirlpool für fünf Personen mit 28 Hydromassagedüsen und ein Zierbecken mit Fontäne.
Im italienischen Livigno baute Imaginox einen Pool für das neue Premium-Hotel „Adults Only“ Damelis. Das Überlaufbecken aus Edelstahl in L-Form ermöglicht den Gästen, im warmen Spa einzusteigen und durch automatische, verglaste Türen mit Blick auf die Alpenlandschaft zu schwimmen. Laut Projektbeschreibung bietet der verglaste Übergang „nicht nur einen komfortablen Zugang, ohne den überdachten Teil des Hotels verlassen zu müssen, sondern verbindet den gesamten Wellnessbereich visuell zu einem harmonischen Ganzen”. Am gleichen Ort lieferte das Unternehmen eine komplette Wellness-Lösung aus einer Hand für das Hotel Al Nin & Spa. Dort geht das Edelstahlbecken nahtlos vom Innenbereich (7,2 × 3,35 m) auf die Außenterrasse (3,35 × 2,2 m) über, sodass es wirkt, als sei es ein einziger Raum.
Warum fordern Hotels diese Funktion? Aus betrieblicher Sicht verlängern Schiebetüren die Saison, ermöglichen einen ganzjährigen Betrieb, senken die Wartungskosten (da im geschlossenen Modus weniger Verschmutzung entsteht) und erlauben eine flexible Raumnutzung für verschiedene Veranstaltungen. Laut einem Trendbericht von BluSpas Inc. aus dem Januar 2026 entstehen die sinnvollsten Wellness-Erlebnisse nicht durch das Hinzufügen weiterer Elemente zwischen vier geschlossenen Wänden, sondern durch die Verfeinerung der Grenze zwischen Innen- und Außenbereich. Verschiebbare Glasschiebewände verwandeln einen privaten Innenraum in einen geschützten Außenpavillon, ohne dabei Komfort oder Privatsphäre zu opfern.“


Ausfahrbare Sicherheitsbarrieren lösen ein Problem, das Leben kostet
Der dritte Trend ist weniger auffällig, aber potenziell am wichtigsten. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ertrinken jährlich etwa 300.000 Menschen, davon fast die Hälfte unter 29 Jahren, ein Viertel sind Kinder unter fünf Jahren. Das amerikanische Zentrum für Krankheitskontrolle (CDC) hat dokumentiert, dass ein vierseitiger Isolationszaun um ein Schwimmbecken das Ertrinkungsrisiko um 83 % senkt. Dennoch zeigt eine Erhebung der WHO aus dem Dezember 2024, dass in 86 % der Länder weltweit keine Gesetzgebung existiert, die eine Umzäunung von Schwimmbecken vorschreibt.
In der Hotellerie ist die Situation noch heikler, denn Gäste am Hotelpool erwarten keine permanente Aufsicht durch einen Bademeister. Dies wird auch durch die europäische Norm EN 15288 bestätigt, die Hotelpools als „Typ 2” klassifiziert, da Benutzer dort keine Aufsicht erwarten. Frankreich reagierte am strengsten: Seit 2004 muss jedes Schwimmbecken, einschließlich Hotelpools, mindestens ein zertifiziertes Sicherheitselement haben. Die Geldbuße für Nichtbeachtung beträgt 45.000 Euro. In den USA verlangt der Virginia Graeme Baker Act auf föderaler Ebene Sicherheitsbarrieren bei allen öffentlichen Pools, einschließlich Hotelpools.
Luxushotels stehen jedoch vor einem Dilemma: Traditionelle Maschendrahtzäune sind zwar sicher, jedoch aus ästhetischer Sicht nicht akzeptabel. Genau hier kommt das Konzept der verglasten, ausfahrbaren Sicherheitsbarrieren ins Spiel: Barrieren, die sich auf Knopfdruck aus dem Boden der Poolterrasse ausfahren und nach Betriebsende wieder unter die Oberfläche zurückfahren. Dieses Prinzip ähnelt dem verschiebbaren Beckenboden, den Imaginox unter der Marke AquaFloors herstellt. Der Unterschied besteht darin, dass es sich statt einer horizontalen Fläche um ein vertikales Schutzelement handelt.
Dieses Segment ist auf dem aktuellen Markt praktisch nicht vorhanden. Das Schweizer Unternehmen HIRT kinetics bietet ausfahrbare Glaspaneele mit einer Höhe von 1,2 Metern aus gehärtetem Sicherheitsglas an. Sie fahren aus dem Boden aus und ihre glatte Oberfläche macht Kindern das Übersteigen unmöglich. Der amerikanische Hersteller Guardian Pool Fence, der größte Anbieter von Beckenzäunen in den USA, gibt offen zu: „Ein wirklich ausfahrbarer Sicherheitsbeckenzaun, der zuverlässig wäre und Kinder vor dem Ertrinken schützen würde, existiert auf dem Markt praktisch nicht.“ Dies stellt eine bedeutende Marktlücke dar – insbesondere für Hersteller, die bereits über Hydrauliktechnologie für verschiebbare Böden, Edelstahl-Expertise und Erfahrung mit automatisierten, per App gesteuerten Systemen verfügen.
Die AquaFloors-Technologie von Imaginox – hydraulisch gesteuerte, verschiebbare Böden mit einer Tragfähigkeit von 150 kg/m² und Integration in das Smart Home – bildet die direkte technologische Grundlage für die Entwicklung ausfahrbarer Sicherheitsbarrieren. Mit denselben Hydrauliksystemen, Edelstahlmaterialien und Steuerelektronik können vertikale Barrieren angetrieben werden, die Sicherheitsnormen erfüllen und gleichzeitig die Designklarheit eines luxuriösen Wellnessbereichs bewahren.


Was diese drei Trends verbindet
Alle drei Technologien – verglaste Pools, automatische Schiebetüren und ausfahrbare Sicherheitsbarrieren – folgen der gleichen Philosophie: Die technische Lösung soll unsichtbar sein. Gäste wünschen sich ein kompromissloses Erlebnis: Transparenz ohne Risiko, Verbindung zur Natur ohne Abhängigkeit vom Wetter und Sicherheit ohne visuelle Beeinträchtigung des Raums. Die Hotelindustrie investiert zunehmend aggressiv in Wellness: Der Markt für Luxushotels soll bis 2026 118,5 Milliarden USD erreichen und der Wellness-Tourismus steuert bis Ende des Jahrzehnts auf die Zwei-Billionen-Dollar-Grenze zu. In diesem Kontext sind fortschrittliche Pooltechnologien keine Luxuslösung, sondern eine Wettbewerbsnotwendigkeit. Hersteller wie Imaginox, die Edelstahlkonstruktionen, verglaste Elemente, automatisierte Systeme und Sicherheitstechnologien aus einer Hand anbieten, werden zu strategischen Partnern von Hotelprojekten auf der ganzen Welt.
In den letzten Jahren hat sich das Hotelwellness von einem „schönen Pool im Spa” zu einem Schlüsselerlebnis entwickelt, das Gäste überhaupt erst zur Wahl eines Hotels bewegt.







